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Schlagwort: Wir

Zu alt

Bin ich mit 49 schon so alt, dass ich nicht mehr verstehe, wie Schule heutzutage funktioniert? Mich wundere, was die Kinder da lernen? Wie sie es lernen?

Ist es seltsam, dass ich denke, dass wir das früher schneller gelernt haben? Und besser? Ich schaue mir an, wie die Kinder schreiben und lesen und wundere mich, was da passiert. Die Überlegung, dass wir früher in der 3. Klasse sicherer im Lesen und rechnen waren, obwohl wir viel Zeit mit Mengenlehre vertan haben.

Ich verstehe auch nicht, warum völlig umständliche Lösungswege unterrichtet werden.

Aber vielleicht bin ich einfach nur zu alt.

Idioten

Unsere Nachbarn haben eine Katze.

Sie haben sie nicht verdient. Es ist jetzt das zweite Mal in den letzten 2 Wochen, dass sie für mehrere Tage wegfahren und die Katze sich selbst überlassen.

Wir wohnen in einem 4-Parteienhaus und die Nachbarn wohnen unter uns im ersten Stock. Die Katze rauslassen ist kein Problem, rein dagegen schon wenn die Tür zum Hof geschlossen ist und keiner das arme Tier reinlässt.

Wir haben uns schon kurz nach Weihnachten um den kleinen Kerl gekümmert. Futter, Streu und Katzenklo haben wir noch, nachdem unsere Katzen uns beide dieses Jahr verlassen haben um im Katzenhimmel zu schnurren. Das Futter ist auch nötig, denn die lieben Nachbarn haben dem Kater nur diesen  kleine, dreckigen Napf für die ganze Zeit im Treppenhaus da gelassen.

Futternapf

Kaum ist der Kleine hier, da scheint er sich wohl zu fühlen. Er schläft viel, ist plötzlich völlig entspannt, im Gegensatz zu draußen.

Das vernünftige Futter, das er von uns bekommt tut ihm auch gut. Das Fell wird immer besser.

Nur wie es weitergeht, wenn die Idioten unten wieder da sind, das muss sich noch zeigen.

Wir werden da sein.

 

Ruhe

Ich sag es mal so:

Bis jetzt ist Weihnachten von unserer Seite her ziemlich entspannt, nur die Familie leistet sich Zickereien und Kindergarten-Verhalten. Egal, morgen gibt es Raclette und heute Curry. Deren Stress kann mich mal.

 

 

Tja…

Das war es dann mit dem Rock’n’Roll heute. 
Ein kotzendes Kind ist wichtiger.

Es wird

Heute erstmal ganz und gar nicht weihnachtlicher Rock’n’Roll. 12 Sänger aus verschiedenen Bands hier aus der Gegend. Da sind richtig gute Leute dabei. Genau richtig, um sich auf Heiligabend einzustimmen. Das volle Brett eben.
Den Weihnachtsstreit haben wir auch irgendwie schon hinter uns. Essen bzw. Einkauf ist auch alles da. Für heute ist auch schon fertig gekocht.
Die Feiertage können kommen.

Fellknäuel

Drei Haustiere in knapp 9 Monaten einschläfern lassen zu müssen. 
Danke für gar nichts, 2016. 
Es fühlt sich einsam an.
 
Egal, ob ausser mir ein menschliches Wesen da ist oder nicht, die Couch und das Bett scheinen leer zu sein. Der Staubsauger wundert sich, warum keine Haare mehr da sind. Es ist komisch, nicht begrüßt zu werden, wenn man heim kommt. Komisch, traurig, seltsam.

Auftritt Nachbarskatze. 

Die Familie unter uns hat einen jungen Kater. er darf raus, nur mit dem wieder in die Wohnung lassen, da hapert es. Sogar sehr. Stundenlang maunzt sich hier ein hungriges Katzenwesen durch das Treppenhaus oder ergattert sich im Schreibwarenladen im Erdgeschoss Futter, das dort inzwischen vorrätig gehalten wird.
Auch wir füttern ab und an. Und schmusen. Dank des, nennen wir es unnetten, Papas unten hat das arme Tier auch vor Männern deutlich mehr Angst als vor Frauen.

Tja, leid tun mir aber die Kinder. Unten und auch unsere Tochter, die das kleine Fellknäuel auch schon in ihr grosses Herz geschlossen hat und sich Sorgen macht, wenn es draussen mal wieder regnet.

Wie es weitergeht? Keine Ahnung. Die Hauptsache ist aber, dass es dem kleinen Kerl gut geht.

Egal wo.

Warten

Warten.
Warten ist doof. Vor allem dann, wenn man auf einen wichtigen Anruf wartet. Oder eine Nachricht.

So wie wir hier gerade.

Umziehen müssen oder nicht, das ist die Frage, die uns gerade ziemlich fertig macht. Warum? Wegen evtl. Eigenbedarf des Vermieters. Das Tolle ist, dass wir ziemlich sicher sind, dass er hier gar nicht einziehen möchte, sondern dass es mehr um seine Freundin geht oder seine Eltern dahinter stecken. Familienpolitik in Kleinstadtmetzgereien sozusagen.

Tja, und da sitzen wir jetzt also seit gestern und warten darauf, dass seine Freundin oder wer auch immer sich entscheidet.

Das Kind ist abwechselnd traurig, hippelig oder unbeteiligt, aber wir wissen, wie sehr es sie belastet. Die Liebste ist angespannt bis zum platzen. Extrem viel Arbeit, sich krank fühlen und jetzt auch noch dieses Thema. Wer kann Ihr die Tränen verdenken?

Und ich? Ich platze auch bald. Gestern ging es noch, heute während der Arbeit war schlimm.

Umziehen ist hier gar nicht so einfach, denn die Mieten hier sind nicht gerade billig. Warum wohnen wir auch am Firmensitz der SAP? Ausserdem ist das Kind jetzt gerade mal ein halbes Jahr in der Schule und sie jetzt aus dem Klassenverband zu reissen, das wäre nicht gut. Es hängen zu viele Dinge daran. Die Problematik mit ihrem Vater, eine neue beste Freundin, die ihre Probleme versteht, da sie genau diese kennt, etc. Im Einzugsgebiet der Schule gibt es auch Gegenden, die völlig überteuert sind oder in die man einfach nicht ziehen möchte. Bei 14000 Einwohnern bleibt dann nicht mehr viel übrig.

Also sitze ich hier, bin froh, dass die Liebste einigermassen ruhig auf dem Sofa schläft und warte. Warte auf einen Anruf, der heute nicht mehr kommen wird.

Vielleicht ist das aber auch ein gutes Zeichen. Jet länger es dauert, bis der Anruf kommt, desto länger wird vielleicht diskutiert, ob oder ob nicht. Es deutet vielleicht darauf hin, dass wir vielleicht Glück haben und hier bleiben dürfen.

Denn hier bleiben, das würden wir gerne.

Und so redet man sich die Wartezeit schön und hofft.

Und wartet.