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Dingenbums Posts

Diese Tage…

Kein Mensch braucht sie. Kein Mensch will sie.Nur leider passieren sie. Überrumpeln Dich. Mit einer Dampfwalze.
Leise flüstert eine Stimme in Dein Ohr, dass auch so ein Tag zu Ende geht, aber Du hörst es kaum, da die Realität mit aller Macht in Dein rechtes Ohr brüllt und Du mit dem linken Ohr die Stimme des Kollegen hörst, der die nächsten Essen annonciert, die zu kochen sind,
Der Bondrucker spuckt die nächsten Tische aus, der Grill ist voll, der Herd ist voll. Lärm, Stress, zu viele Stimmen.
Du bist in Deiner eigenen Welt, funktionierst blind. Bis Du an den heissen Pfannengriff fasst und „Scheisse“ brüllst. Egal, weiter, der nächste Tisch ist abgerufen.
Der Kopf will nicht mehr, Herzschlag 180.

Feierabend.

Nur dumm, dass Kopf und Körper das noch lange nicht realisieren. Im Kopf immer noch zu viele Stimmen, der Körper auch immer noch im Speed-Modus.

Alltag.

Es ist komisch

Es ist komisch

 

Freitag Morgen, 2 Uhr 30,

Irgendwie ist die Lust, etwas zu schreiben in der Nacht am größten

Doof nur, dass Kopf und Körper dann eigentlich gar nicht wollen. Spätschicht. Der Arbeitstag war mal wieder hart, zuviel Stress, zuviel Diskussionen wegen anstehender Wechsel in Team und Chefetage. Das RL kommt dem Kopf, der doch eigentlich mal abschalten möchte, auch immer wieder in die Quere.

Füsse hochlegen, in Ruhe den Feedreader leer lesen, der Fernseher im Hintergrund. Eine Zigarette, evtl. ein Bier oder ein Glas Wein, so ganz in Ruhe. Die Liebste schläft, das Kind ist bei der Oma.

Eigentlich wäre jetzt Zeit, Gedanken zu Papier zu bringen. Oh, Moment, Papier?

Wie sagt man denn dazu, wenn man vor dem Rechner sitzt?

Gibt es da eigentlich ein Wort dafür, eine Redewendung? Egal, kann man ja morgen mal googlen.

Morgen. Ach so, da wollten die Katzenklos und der Staubsauger auch zu ihrem Recht kommen. Und dann waren da ja noch die Artikel im Feedreader, die man gespeichert hatte, weil der Kopf ja sagte, das wäre ihm zuviel für diese Nacht. Zu kompliziert für diese Uhrzeit. Die Rechtschreibung ist um halb 3 in der Nacht auch nicht mehr die Beste. Egal, die Autokorrektur wird es schon richten, zumindest das Gröbste. Der Rest? Wird schon stimmen.

Vielleicht einfach mal drauf los tippen. Ach Nee, da kommt ja eh nur Mist bei raus. Lieber erst mal auf Twitter schauen. Nachttimeline. Schön.

Doof nur, dass der Arbeitstag nicht viel hergibt, über das man schreiben könnte, obwohl ja viel passiert ist, aber es würde einen Roman brauchen, um wenigstens einen Teil zu erklären.

Doof nur, dass die Arbeitszeiten oft einen wirklichen Familienalltag verhindern. Also auch keine lustigen Geschichten dazu.

Über was schreibt man also so in der Nacht? Also nochmal Twitter.

 

 

Na Ja, singen kann ich eh nicht und nebenan schläft die Liebste. Wäre also auch keine Gute Idee. Schmutzige Lieder führen zu schmutzigen Gedanken.

Doof nur, dass Sie schläft.

Doof nur, dass wir eh zu wenig Zeit für uns haben. Also schnell weg mit diesen Gedanken.

Doof nur, dass der Kopf da nicht mitspielt und plötzlich 7 von 10 Stimmen in meinem Kopf plötzlich statt der Tetris-Melodie doch schmutzige Lieder singen.

Sätze schreiben, Sätze löschen. Um die Uhrzeit darf man das.

Ich mag die Nacht, die Stille, den leisen Atem der Liebsten. Die Katze auf dem Schoß schnurrt, der Hund schnarcht leise. Der Kater? Wahrscheinlich auch im Bett.

Es ist ruhig, es ist friedlich.

Es ist schön, hier zu sein.

 

Zum Mäuse melken…

…ist das doch.
Also das mit der Familie. Nicht der eigenen. Das ist eine andere Geschichte. Nein, es geht einfach um einen Teil dessen, was ich hier Familie nenne. Keinen direkten Teil. Eigentlich betrifft mich dieser Teil nur bedingt, aber gerade im Moment habe ich, zumindest indirekt, jeden Tag damit zu tun.

Und daraus resultierend auch mit Intoleranz, Ignoranz, Dummheit. Jahrelang verborgenen Gefühlen. Gesprächen, die nie stattfanden. Stummen Vorwürfen.

Der Auslöser?

Ein Hund. Zugegeben, ich liebe diesen Hund, aber er ist nunmal der Auslöser für diesen Mist, dieses Konglomerat aus allem, was eine Familie nicht sein sollte, wie sie nicht sein sollte. 

Ich verstehe das alles nicht. 

In meiner Familie gab es auch viel Scheisse, aber irgendwie ist es mir lieber, dass ich seit Jahren keinen Kontakt mehr habe, als das, was ich hier beobachte. Das hat für mich mit Familie nichts mehr zu tun. Emotional vegetiert man nebeneinander her. Kommunikation findet in 3-Wort-Fragen und 2-Wort-Antworten statt. Oder im Moment auch über WhatsApp. Dort kann man dem Anderen Vorwürfe machen, muss aber nicht in seine Augen sehen. Muss dem Blick nicht standhalten. 

Nicht dass da von der Gegenseite besonders viel kommen würde, man ist ja schliesslich in dieser Familie aufgewachsen, aber zundest versteht man, dass dies nicht der richtige Weg ist.

Es braucht Gespräche um die momentane Situation oder zumindest das Problem zu lösen, aber da beginnt das Problem ja schon. Gespräche. Man bittet uns um Hilfe, um Beistand bei diesen Gesprächen. Immerhin sind wir in Bezug auf den Hund betroffen, da er im Moment bei uns zur Pflege ist. Dem Halter ist vor Kurzem das Haus, in dem er und ein Teil dieser Familie wohnt, ausgebrannt. Eine der Fragen ist, ob der Hund eventuell dauerhaft oder zumindest zeitweise bei uns bleibt.

Mancher wird jetzt durch Twitter wissen, um was es geht.

Nun Ja, wir sind nicht erwünscht bei diesen Gesprächen. Die Familie ist der Meinung, wir wären nicht betroffen.

So, nicht betroffen? OK. Fuck You, doch das sind wir. Auf mehr als einer Ebene. Sogar das Kind bekommt mit, dass da was nicht stimmt.

Oder hat man Angst, dass endlich klare Worte fallen, das Dinge angesprochen werden, ausgegraben werden. Dinge aus dem familiären Hades, die besser dort bleiben sollten. Angst, dass mal jemand auf den Tisch haut und die Wahrheit sagt. 

Dass man die eigenen Monster aus dem Käfig lässt?

Egal wie es weitergeht, es wird hässlich werden. Sehr hässlich vielleicht.

Was uns bleibt, ist dem Kind beizubringen, dass es auch anders geht. Dass man Familie auch anders leben kann.

Mit Wärme. Mit Herz. Mit Liebe. Gemeinsam. Miteinander reden, lachen und auch weinen.

 

Woody

 

 

Gestatten, Baron Münchhausen, Chef

Ich bin Koch und ich bin es gerne. Punkt.
Man fragt sich aber manchmal schon, warum man sich das antut.
Warum man den Stress, die Arbeitszeiten, die nicht gerade tolle Bezahlung in Kauf nimmt.

Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, etc.? Fehlanzeige in den meisten Fällen.

Klar, es gibt auch als Koch oder im Service Jobs, in denen es das alles gibt, aber das sind meistens Stellen in Kantinen oder großen Hotelketten.
Ist für manche sicher das Richtige, aber nicht für mich.
Trotzdem liebe ich meinen Job. Ich arbeite in einem guten Team, das auch gerade in der letzten Zeit immer mehr zusammenwächst. Wir sind engagiert, arbeiten gerne zusammen, kommunizieren miteinander.

Was ich aber auf den Tod nicht ausstehen kann, ist wenn man mich verarschen möchte.

Vor allem, wenn es ums Geld geht. Da hört der Spaß auf. Weder kann, noch will ich es mir gefallen lassen, angelogen zu werden.
Ich gestehe es jedem zu, dass es mal ein Problem mit einer Überweisung geben kann, aber über Monate ein komplettes Küchenteam immer wieder tage- oder in manchen Fällen wochenlang, auf sein Geld warten zu lassen, das geht nicht.
Wir haben Singles, Pärchen und Familien im Team und alle sind auf pünktliche Gehaltszahlungen angewiesen.
Warum also lügt man uns an? Behauptet, das Geld wäre längst überwiesen?
Ich bin bei der gleichen Bank, eine Überweisung dauert in dem Fall, und das hat mir die Bank auf Nachfrage auch bestätigt, keine 5 Minuten.
Ich warte seit 5 Tagen. Leider bin ich gerade krank geschrieben und sitze zuhause.
Es wurde mir mehrmals gesagt, das Geld wäre überwiesen.

Tja, leider ist da nichts.

Bedeuten unseren Chefs Ihre Mitarbeiter so wenig, dass man meint, sie einfach vertrösten zu können, anlügen zu können?

Anscheinend Ja, denn sonst würde es nicht immer wieder passieren.

Und jetzt sitze ich also hier, telefoniere mit Kollegen, schreibe SMS.
Unser Küchenchef hört in knapp 2 Wochen auf, ihm ist inzwischen eh ziemlich egal, was passiert. Sein Nachfolger ist wahrscheinlich auch betroffen, ich habe allerdings im Moment keine Ahnung, was er unternimmt, bzw. ob er sich traut, wirklich den Mund aufzumachen und auf den Tisch zu hauen.
Gegenüber wohnt ein Rechtsanwalt, den wir kennen. Hoffen wir mal, es muss nicht soweit kommen.

Münchhausen

Ende Neu

Irgendwie komme ich mir vor wie in dem Song der Eistürzenden Neubauten.Vorbei die Kindergartentage, das Kind ist in der Schule und Sie liebt es.
Klar, kleine Anfangsschwierigkeiten, aber eigentlich läuft es toll.
Ich kann es aber immer noch nicht fassen, dass es wirklich so ist. Dass Sie schon so groß ist.
Ich kenne sie jetzt seit 3 Jahren. Damals haben sich die Liebste und ich nach 17 Jahren wieder getroffen.
Sind es wirklich nur 3 Jahre? Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit.
Ich mag zwar „nur“ der Bonuspapa sein, aber trotzdem bin ich stolz wie Bolle, dass wir es geschafft haben, das Kind in die Schule zu bringen.
Und da ist noch so viel, das auf uns zukommt.
Es wird hart werden manchmal, lustig, chaotisch, laut und leise.
Ich freue mich darauf.

Hallo Welt!

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Bis morgen…

Wie meistert man den Alltag als berufstätiges Pärchen mit Kind?Wie schafft man es, dem Kind genug Aufmerksamkeit zukommen zu lassen?
Wie findet man genug Zeit füreinander, wenn die Arbeitszeiten so unterschiedlich sind.
Kann man überhaupt einen geregelten Alltag haben?
Leben zwischen Tür und Angel. Das Auto als Verlängerung der gemeinsamen Zeit.
Einschlafen, Morgens, abends, im Sitzen, im Liegen.
Twitter und das iPhone als Kommunikationsmittel. Die Probleme mit dem falsch verstandenen Tonfall (trotz Smiley).
Nein, ich mach das schon vs. Das musst Du nicht machen.
Bis morgen vs. Bis später.
Neue Anforderungen und Herausforderungen (Kind).
Manchmal fliegen die Tage nur so.
Das liebe Geld.
Dienstpläne.
Chefs.
Kochen, Essen und die Gemütlichkeit. Das Genießen der gemeinsamen Zeit.
Familie.
Wann?