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Dingenbums Posts

Eigentlich…

Eigentlich habe ich gerade gar nichts zu sagen, da mein Kopf viel zu müde ist. Der Körper sowieso.Die Gedanken kreisen durch den Raum, der sich mein Kopf nennt und finden keinen gemeinsamen Nenner.
Die Twitter Timeline scrollt weiter und weiter. Für die noch nicht gesehen Artikel im Feedreader bin ich zu müde.
Es ist 4 Uhr 08. Um 9 Uhr Irgendwas klingelt der Wecker für einen Arbeitstag, der wahrscheinlich 14 Stunden haben wird und der hart werden wird.
Warum bin ich noch nicht im Bett?
Weil der Kopf noch viel zu wach ist. Wach, wirr, wo auch immer. Irgendwo.
Der heutige Arbeitstag war auch hart, in vielerlei Weise. Es ist gerade aber einfach auch zuviel, um es zu beschreiben. Jeden Tag nehme ich vor, etwas darüber zu schreiben, aber es geht einfach nicht, ich schaffe es nicht.
Zu platt, zu kaputt. der Kopf will einfach nicht mehr, die Finger sind zu müde.
Ich bin müde. Sehr müde.
Das Team verändert sich und das nicht zum Besseren. Differenzen, Dummheiten, Diskussionen. Alles zuviel, als das es mein Kopf nach Feierabend noch vernünftig „zu Papier“ bringen könnte.

Der Kopf, der gefühlt gerade sicher 10 Blogposts zum Thema „Arbeit“ schreiben könnte, verweigert immer genau dann die Arbeit, wenn man Ihn braucht. Wenn man Zeit hat.

Wäre es nicht viel schöner, von den schönen Aspekten seiner Arbeit zu schreiben? Von positivem Feedback der Gäste? Ja, wäre es, aber die Umstände lassen das im Moment nicht zu. Die negativen Aspekte überlagern im Moment alles. Alles. Auch das Leben an sich. Das Privatleben.

Ich bin müde.

Bäng Bumm Peng

Bitte fragen Sie nicht. Also nach dem Titel dieses Beitrags.  

Er ist entstanden durch eine wirre Aneinanderreihung von noch wirreren Gedanken und ich habe keine Ahnung, was es bedeutet. Ehrlich.

Was ich aber weiss, ist dass die Worte durch meinen Kopf schossen und keine 2 Sekunden später der Editor offen und bereit zur Texteingabe war.

Und jetzt?

Wie gesagt… Keine Ahnung.

Ich war doch nur auf Twitter, habe lächelnd meine Timeline gelesen und da waren sie, diese Worte. Muss ich mir jetzt Gedanken machen? Über meinen Geisteszustand? Geisteszustand im Zusammenhang mit Twitter zu erwähnen, vor allem nachts ist ja eigentlich auch so etwas paradoxes. Nachttimeline und so. Sie kennen das.

Und jetzt?

Ist es mitten in der Nacht, die Liebste schläft, das Kind schläft, der Hund schläft, die beiden Katzen schlafen. Ich nicht. Wie so oft.Im Hintergrund dudelt der Fernseher und ich muss mich erst mal umdrehen, um zu sehen, was eigentlich gerade gesendet wird.

Den Editor im Full Screen Modus, den zweiten Monitor aus. Nur Text. Ein leeres Blatt. Ohne Icons. Ohne Alles. Der Kopf leert sich beim Schreiben.

Natürlich ergibt das hier irgendwie gar keinen Sinn, aber es beruhigt, denn die Arbeitstage sind gerade anstrengend. Nicht dass wir zur Zeit allzuviel Stress hätten, der Januar ist in der Gastronomie nicht gerade das, was man als Hochkonjunktur bezeichnet. Es gab allerdings personelle Änderungen in der „Führungsebene“ und daraus ergeben sich Probleme.

Es ist kompliziert und ich kann nicht sagen, wo es hinführt, aber das Team ist nicht mehr so homogen wie vor dem Wechsel. Ich beobachte und ich kommentier auch, aber meistens beobachte ich zur Zeit nur und was ich sehe, das belastet mich. Ich sehe das Team unter Umständen zerfallen, sich zerstreiten, sich auseinander leben.

Und das gefällt mir nicht.

Wie gesagt, noch beobachte ich, aber in naher Zukunft she ich einen Punkt kommen, an dem ich platze.

Und so ergibt sich ganz unbewusst ein Bogen zum Titel dieses Beitrags.

Hoffen wir mal, dass es nicht nötig wird, denn es wird nicht enden wie bei T.S. Eliot.

   
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Oliver Kalkofe zu den Vorfällen in Paris

Zum Thema haben andere schon genug gesagt, da muss ich nicht auch noch meinen Senf zu geben, aber Herr Kalkofe macht das ganz gut und vielleicht hat es jemand noch nicht gesehen. Ausserdem ist das, was er sagt ja eh von diesem speziellen Vorfall unabhängig. Anschauen.

 

5 Jahre Twitter und ich – Aus Gründen.

Heute sind es also 5 Jahre.
Nein, es wird kein Rückblick, kein „Früher war alles besser“.
Ja, Twitter baut an vielen Stellen Scheisse, aber darüber wurde in den vergangenen Monaten an anderen Stellen genug geblogt, genug gepodcastet.
Vor 5 Jahren kam ich durch mein erstes iPhone zu Twitter. Es war toll und das ist es auch heute noch. Es gibt hier Menschen, denen ich fast von Anfang an folge. Und die mir auch schon so lange treu sind.

Danke.

Für Eure Tweets. Für Eure Unterstützung, wenn es mir mal schlecht ging. Für alles. Das Lachen. Das Weinen. Das fiese kleine Grinsen in der Nachttimeline.
Ich werde bleiben. Dank Euch.
Ich werde Tweetbot auf iPhone und Mac treu bleiben, zumindest solange Twitter 3rd-Party Apps nicht gänzlich den Hahn abdreht, denn es ist die App, die mir am besten gefällt und ich hab viele ausprobiert.

Ist schon irgendwie komisch, aber es macht immer noch Spaß. Ist informativ. Albern und manchmal auch böse. Oder einfach nur doof. Egal. Gerade auch zu Zeiten, in denen die klassischen Medien versagen oder durch das Konzept, dass sie verfolgen einfach zu langsam sind, siehe Love Parade Unglück oder die ganze Scheisse in der Türkei ist Twitter als Nachrichtenmedium einfach klasse. Klar, man muss wie überall auch hier den Mist aus der riesigen Menge an Tweets filtern, aber die Quintessenz, die übrig bleibt gibt mir oft mehr und schnellere Information, als die oben erwähnten klassischen Medien. Und das schnell.

Alles in Allem fühle ich mich also auf Twitter ganz wohl. Eben lauter seltsame Menschen.

Macht weiter so.

Geburtstag

Geburtstage…

Ja, hab ich auch. Heute zum Beispiel. 

Na und?

Ein Jahr älter. OK. Kann passieren. Ist ja nicht so, dass ich das nicht kenne. Mit 32, Ja, da gab es einen Einschnitt. Da hab ich das erste Mal gemerkt, dass man nach, sagen wir mal „Lustigen Nächten“ länger braucht, um am nächsten Tag aus dem Bett zu kommen. Oder genauer gesagt, man plötzlich feststellt, dass man am nächsten Tag nicht einfach nach 4 Stunden Schlaf putzmunter aufsteht, sondern die Rekonvaleszenz sich eher auf 2 Tage, denn 2 Stunden beläuft.

Das war vor 15 Jahren und glaubt mir…

Es wird nicht einfacher. Was also tun? Ganz einfach. Ich kann nichts dagegen tun, genauso wenig wie gegen Haarausfall, Bartwuchs, schlechte Träume oder das Wetter, also akzeptiere ich es einfach.

Ja, man wird älter, man wird in vielen Dingen auch ruhiger, aber es gab da mal einen Tweet, den ich leider nicht mehr finde. Sinngemäß stand da, dass solange man mit 50 noch 10 Minuten im Moshpit durchhält eigentlich alles OK ist.

Fuck You, ich will mehr als diese 10 Minuten, ich will das ganze Konzert.

OK, meine Wirbelsäule wird mich am nächsten Tag umbringen, mein Kopf wird… Ach, fragt besser nicht. Die Hauptsache ist, dass das Konzert geil war. Pogo mit 47? Wenn ich Lust habe, dann Ja. Wenn nicht, dann eben nicht. 

Wir leben in einer Zeit, einer  Gesellschaft, in der 47 kein Alter ist. Wenn ich mir überlege, was meine Großeltern und auch meine Eltern mit 47 so an Interessen hatten, was sie aufgegeben hatten, dann denke ich mir, dass ich in einer sehr geilen Zeit lebe.

Ich habe heute Möglichkeiten, die es zu Zeiten meiner Eltern nicht gab. Das Netz hilft mir dabei, jung zu bleiben. Egal, wie alt ich bin. Es bringt mich mit Menschen zusammen, die unter Umständen Jahrzehnte jünger sind, als ich, von denen ich aber lerne. So viel lerne. Gleichzeitig sehe ich andere Menschen, die älter sind als ich und die so jung geblieben sind, das ich staune.

Ist das vielleicht das Problem? Das „Jung bleiben“? Was bedeutet das eigentlich?

Ich weiss auf jeden Fall, was es heute für mich bedeutet. 

Es bedeutet, dass ich mich heute, an meinem Geburtstag, eigentlich gar nicht so viel älter fühle, wie damals vor 15 Jahren, obwohl in dieser Zeit so viel passiert ist. 

Es bedeutet, dass die Musik, die ich höre, sich nicht angepasst hat, nur weil ich ein paar Jahre älter bin.

Es bedeutet, dass ich immer noch…

Ach egal, ich bin seit heute 47, lebe mir der Frau, die ich liebe, lebe mit Ihrem Kind, dass ich genauso liebe, lebe mit 2 Katzen und seit Neuestem mit einem Hund.

Und wisst Ihr…

Das macht mich glücklich. 

Und egal, wie alt man ist, Glück ist etwas, dass man nie genug haben kann. 

So schreibt man sich also nicht mehr ganz nüchtern in seinen Geburtstag, blickt zur schlafenden Liebsten und ist glücklich. 

Danke.

Entmaterialisierung.

35 Minuten Busfahrt. Jeden Tag. Zweimal.
Und immer die Kopfhörer im Ohr. Die Welt vor der Arbeit nochmal ausblenden und abends nach Feierabend die Arbeit ausblenden und die Welt zur Ruhe kommen lassen.
Klingt nach einem Plan, klappt aber leider oft nicht.
Der Kopf ist zu voll, die Gedanken rasen. Es will sich einfach keine Ruhe einstellen.

Trotzdem fühlt sich der Körper irgendwie anders an, die Welt rückt in den Hintergrund, wirr schweifen die Gedanken umher. Irgendwie wird alles unwirklich. Tritt in den Hintergrund.

Die Musik wird zur Welt, die Stimmen im Podcast lullen Dich ein, sind im Kopf statt nur im Ohr. Die Gesichter der Mitfahrer verschwimmen, werden eins mit den Mustern auf den Sitzen. Vielleicht sind es ja auch die Muster, diese irren, wohl unter Drogen gemalten surrealen Muster. Man muss schon sehr krank sein, um Muster für Bussitze zu machen. Muss den LSD Trip seines Lebens hinter sich haben. Denke ich zumindest, wenn ich diese Ausgeburten eines auf Speed hängengebliebenen Zeichenprogramms sehe.

Und schliesse die Augen, lausche lieber wieder den Stimmen in meinem Kopf oder der Musik.

Entmaterialisiert.

Herzheimat

Daheim. Zuhause. 

Ich hatte so einige und doch irgendwie keines.

Zuhause bedeutet ja auch irgendwie Familie und naürlich hatte und habe ich Familie. Ich habe nur keinen Kontakt meht zu dieser Familie.

Warum? Eine lange Geschichte…

Zu lange und zu kompliziert, um sie hier und jetzt zu erzählen.

Als Kind war es einfach. Daheim war da, wo man wohnt, wo man sich zuhause fühlt. Leider begannen da schon die Probleme. Ich weiss gar nicht mehr, ob ich mich dort wirklich zuhause gefühlt habe.

Aufgewachsen bin ich, bis ich 14 war, bei meiner Großtante und bei meinen Großeltern. Ja, ich habe mich geborgen gefühlt, habe viel Liebe erfahren, aber leider hat die Familiengeschichte diesem Geborgenheitsgefühl immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Es wurde immer wieder gegen Teile der Familie, oft genug auch meine Eltern gehetzt von Seiten meiner Großeltern. Meinen Vater habe ich nie kennen gelernt, habe nur ein paar Mal mit ihm telefoniert, als ich schon über 30 war.

Es war eine Scheissstimmung.

Trotzdem war es ein Zuhause. Ein gutes. Zumindest in vielen Dingen. Es hat mich auch viel gelehrt.

Toleranz vor allem. Mein Großvater war, wie ich heute weiss, eher dem rechten Spektrum der CDU zuzuordnen. Heute würde er wahrscheinlich AfD wählen. Damals waren Salafisten oder Islamisten kein Thema, aber ich kann mich gut erinnern, wie er alles, das politisch nicht nach seiner Nase lief, auf irgendeine Art „den Juden“ vorwarf.

Ich fand das als Kind schon faszinierend, komisch, unglaubwürdig, was er da so von sich gab.

Und ganz still und heimlich hat er mich auf diese Weise zu einem toleranten Menschen gemacht, der mir dieser Art von politischem Extremismus nichts anfangen konnte.

Er hat mich, ohne es zu wollen, von Kind auf darauf vorbereitet, einmal im eher linken Lager zu landen.

Egal, ob es um Politik oder die Familie ging, gerade seine Meinungen zu diesen Dingen haben mich geprägt. 

Nur nicht so, wie er es gerne gehabt hätte.

Ich muss diesem Mann wirklich dankbar sein.

Er gab mir ein zuhause und eine Meinung.

„Home is where your heart is“

Zeitsprung…

Im Heute.

Heute bin da zuhause, wo auch mein Herz ist. Bei einer Frau, die ich jetzt 23 Jahre kenne. die ich zwar zwischendurch 17 Jahre nicht gesehen habe, die aber nie aus meinem Herz verschwunden war. Bei ihrem Kind, das zwar vielleicht nicht mein leibliches Kind ist, für das ich aber so empfinde.

Ja, es fehlt sicher viel in diesem Text über Familie, aber wie gesagt, die ganze Geschichte würde den Rahmen sprengen.

Klar ist auf jeden Fall, dass ich ohne meinen Großvater und seine kruden, von der BILD geprägten Meinungen vielleicht nie in die linken Jugendkulturen der 80er gerutscht wäre, ich nie am Bismarckplatz in Heidelberg 1991 durch die Punks diese eine Frau kennen gelernt hätte.

Mein Herz ist heute da, wo es sein möchte, wo es sich wohlfühlt, wo es sich geborgen und geliebt fühlt. Man liebt sich und man streitet sich auch. Aufs heftigste. Trotzallem fühlt sich mein Herz heute bei dieser Frau (und auch ihrer Familie übrigens) auf so viele Arten mehr daheim, als es jemals zuvor der Fall war. 

Was soll ich sagen? Eigentlich entstand dieser Post dank Twitter und ein paar kuzen Worten zum Thema „Zuhause“ und was ist daraus geworden? 

Wie immer bei diesem Thema kommen zu viele Erinnerungen hoch aus der Kindheit. 

Egal, ich bin zuhause. Bei Frau und Kind.

Danke, Opa.