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Dingenbums Posts

Oliver Kalkofe zu den Vorfällen in Paris

Zum Thema haben andere schon genug gesagt, da muss ich nicht auch noch meinen Senf zu geben, aber Herr Kalkofe macht das ganz gut und vielleicht hat es jemand noch nicht gesehen. Ausserdem ist das, was er sagt ja eh von diesem speziellen Vorfall unabhängig. Anschauen.

 

5 Jahre Twitter und ich – Aus Gründen.

Heute sind es also 5 Jahre.
Nein, es wird kein Rückblick, kein „Früher war alles besser“.
Ja, Twitter baut an vielen Stellen Scheisse, aber darüber wurde in den vergangenen Monaten an anderen Stellen genug geblogt, genug gepodcastet.
Vor 5 Jahren kam ich durch mein erstes iPhone zu Twitter. Es war toll und das ist es auch heute noch. Es gibt hier Menschen, denen ich fast von Anfang an folge. Und die mir auch schon so lange treu sind.

Danke.

Für Eure Tweets. Für Eure Unterstützung, wenn es mir mal schlecht ging. Für alles. Das Lachen. Das Weinen. Das fiese kleine Grinsen in der Nachttimeline.
Ich werde bleiben. Dank Euch.
Ich werde Tweetbot auf iPhone und Mac treu bleiben, zumindest solange Twitter 3rd-Party Apps nicht gänzlich den Hahn abdreht, denn es ist die App, die mir am besten gefällt und ich hab viele ausprobiert.

Ist schon irgendwie komisch, aber es macht immer noch Spaß. Ist informativ. Albern und manchmal auch böse. Oder einfach nur doof. Egal. Gerade auch zu Zeiten, in denen die klassischen Medien versagen oder durch das Konzept, dass sie verfolgen einfach zu langsam sind, siehe Love Parade Unglück oder die ganze Scheisse in der Türkei ist Twitter als Nachrichtenmedium einfach klasse. Klar, man muss wie überall auch hier den Mist aus der riesigen Menge an Tweets filtern, aber die Quintessenz, die übrig bleibt gibt mir oft mehr und schnellere Information, als die oben erwähnten klassischen Medien. Und das schnell.

Alles in Allem fühle ich mich also auf Twitter ganz wohl. Eben lauter seltsame Menschen.

Macht weiter so.

Geburtstag

Geburtstage…

Ja, hab ich auch. Heute zum Beispiel. 

Na und?

Ein Jahr älter. OK. Kann passieren. Ist ja nicht so, dass ich das nicht kenne. Mit 32, Ja, da gab es einen Einschnitt. Da hab ich das erste Mal gemerkt, dass man nach, sagen wir mal „Lustigen Nächten“ länger braucht, um am nächsten Tag aus dem Bett zu kommen. Oder genauer gesagt, man plötzlich feststellt, dass man am nächsten Tag nicht einfach nach 4 Stunden Schlaf putzmunter aufsteht, sondern die Rekonvaleszenz sich eher auf 2 Tage, denn 2 Stunden beläuft.

Das war vor 15 Jahren und glaubt mir…

Es wird nicht einfacher. Was also tun? Ganz einfach. Ich kann nichts dagegen tun, genauso wenig wie gegen Haarausfall, Bartwuchs, schlechte Träume oder das Wetter, also akzeptiere ich es einfach.

Ja, man wird älter, man wird in vielen Dingen auch ruhiger, aber es gab da mal einen Tweet, den ich leider nicht mehr finde. Sinngemäß stand da, dass solange man mit 50 noch 10 Minuten im Moshpit durchhält eigentlich alles OK ist.

Fuck You, ich will mehr als diese 10 Minuten, ich will das ganze Konzert.

OK, meine Wirbelsäule wird mich am nächsten Tag umbringen, mein Kopf wird… Ach, fragt besser nicht. Die Hauptsache ist, dass das Konzert geil war. Pogo mit 47? Wenn ich Lust habe, dann Ja. Wenn nicht, dann eben nicht. 

Wir leben in einer Zeit, einer  Gesellschaft, in der 47 kein Alter ist. Wenn ich mir überlege, was meine Großeltern und auch meine Eltern mit 47 so an Interessen hatten, was sie aufgegeben hatten, dann denke ich mir, dass ich in einer sehr geilen Zeit lebe.

Ich habe heute Möglichkeiten, die es zu Zeiten meiner Eltern nicht gab. Das Netz hilft mir dabei, jung zu bleiben. Egal, wie alt ich bin. Es bringt mich mit Menschen zusammen, die unter Umständen Jahrzehnte jünger sind, als ich, von denen ich aber lerne. So viel lerne. Gleichzeitig sehe ich andere Menschen, die älter sind als ich und die so jung geblieben sind, das ich staune.

Ist das vielleicht das Problem? Das „Jung bleiben“? Was bedeutet das eigentlich?

Ich weiss auf jeden Fall, was es heute für mich bedeutet. 

Es bedeutet, dass ich mich heute, an meinem Geburtstag, eigentlich gar nicht so viel älter fühle, wie damals vor 15 Jahren, obwohl in dieser Zeit so viel passiert ist. 

Es bedeutet, dass die Musik, die ich höre, sich nicht angepasst hat, nur weil ich ein paar Jahre älter bin.

Es bedeutet, dass ich immer noch…

Ach egal, ich bin seit heute 47, lebe mir der Frau, die ich liebe, lebe mit Ihrem Kind, dass ich genauso liebe, lebe mit 2 Katzen und seit Neuestem mit einem Hund.

Und wisst Ihr…

Das macht mich glücklich. 

Und egal, wie alt man ist, Glück ist etwas, dass man nie genug haben kann. 

So schreibt man sich also nicht mehr ganz nüchtern in seinen Geburtstag, blickt zur schlafenden Liebsten und ist glücklich. 

Danke.

Entmaterialisierung.

35 Minuten Busfahrt. Jeden Tag. Zweimal.
Und immer die Kopfhörer im Ohr. Die Welt vor der Arbeit nochmal ausblenden und abends nach Feierabend die Arbeit ausblenden und die Welt zur Ruhe kommen lassen.
Klingt nach einem Plan, klappt aber leider oft nicht.
Der Kopf ist zu voll, die Gedanken rasen. Es will sich einfach keine Ruhe einstellen.

Trotzdem fühlt sich der Körper irgendwie anders an, die Welt rückt in den Hintergrund, wirr schweifen die Gedanken umher. Irgendwie wird alles unwirklich. Tritt in den Hintergrund.

Die Musik wird zur Welt, die Stimmen im Podcast lullen Dich ein, sind im Kopf statt nur im Ohr. Die Gesichter der Mitfahrer verschwimmen, werden eins mit den Mustern auf den Sitzen. Vielleicht sind es ja auch die Muster, diese irren, wohl unter Drogen gemalten surrealen Muster. Man muss schon sehr krank sein, um Muster für Bussitze zu machen. Muss den LSD Trip seines Lebens hinter sich haben. Denke ich zumindest, wenn ich diese Ausgeburten eines auf Speed hängengebliebenen Zeichenprogramms sehe.

Und schliesse die Augen, lausche lieber wieder den Stimmen in meinem Kopf oder der Musik.

Entmaterialisiert.

Herzheimat

Daheim. Zuhause. 

Ich hatte so einige und doch irgendwie keines.

Zuhause bedeutet ja auch irgendwie Familie und naürlich hatte und habe ich Familie. Ich habe nur keinen Kontakt meht zu dieser Familie.

Warum? Eine lange Geschichte…

Zu lange und zu kompliziert, um sie hier und jetzt zu erzählen.

Als Kind war es einfach. Daheim war da, wo man wohnt, wo man sich zuhause fühlt. Leider begannen da schon die Probleme. Ich weiss gar nicht mehr, ob ich mich dort wirklich zuhause gefühlt habe.

Aufgewachsen bin ich, bis ich 14 war, bei meiner Großtante und bei meinen Großeltern. Ja, ich habe mich geborgen gefühlt, habe viel Liebe erfahren, aber leider hat die Familiengeschichte diesem Geborgenheitsgefühl immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Es wurde immer wieder gegen Teile der Familie, oft genug auch meine Eltern gehetzt von Seiten meiner Großeltern. Meinen Vater habe ich nie kennen gelernt, habe nur ein paar Mal mit ihm telefoniert, als ich schon über 30 war.

Es war eine Scheissstimmung.

Trotzdem war es ein Zuhause. Ein gutes. Zumindest in vielen Dingen. Es hat mich auch viel gelehrt.

Toleranz vor allem. Mein Großvater war, wie ich heute weiss, eher dem rechten Spektrum der CDU zuzuordnen. Heute würde er wahrscheinlich AfD wählen. Damals waren Salafisten oder Islamisten kein Thema, aber ich kann mich gut erinnern, wie er alles, das politisch nicht nach seiner Nase lief, auf irgendeine Art „den Juden“ vorwarf.

Ich fand das als Kind schon faszinierend, komisch, unglaubwürdig, was er da so von sich gab.

Und ganz still und heimlich hat er mich auf diese Weise zu einem toleranten Menschen gemacht, der mir dieser Art von politischem Extremismus nichts anfangen konnte.

Er hat mich, ohne es zu wollen, von Kind auf darauf vorbereitet, einmal im eher linken Lager zu landen.

Egal, ob es um Politik oder die Familie ging, gerade seine Meinungen zu diesen Dingen haben mich geprägt. 

Nur nicht so, wie er es gerne gehabt hätte.

Ich muss diesem Mann wirklich dankbar sein.

Er gab mir ein zuhause und eine Meinung.

„Home is where your heart is“

Zeitsprung…

Im Heute.

Heute bin da zuhause, wo auch mein Herz ist. Bei einer Frau, die ich jetzt 23 Jahre kenne. die ich zwar zwischendurch 17 Jahre nicht gesehen habe, die aber nie aus meinem Herz verschwunden war. Bei ihrem Kind, das zwar vielleicht nicht mein leibliches Kind ist, für das ich aber so empfinde.

Ja, es fehlt sicher viel in diesem Text über Familie, aber wie gesagt, die ganze Geschichte würde den Rahmen sprengen.

Klar ist auf jeden Fall, dass ich ohne meinen Großvater und seine kruden, von der BILD geprägten Meinungen vielleicht nie in die linken Jugendkulturen der 80er gerutscht wäre, ich nie am Bismarckplatz in Heidelberg 1991 durch die Punks diese eine Frau kennen gelernt hätte.

Mein Herz ist heute da, wo es sein möchte, wo es sich wohlfühlt, wo es sich geborgen und geliebt fühlt. Man liebt sich und man streitet sich auch. Aufs heftigste. Trotzallem fühlt sich mein Herz heute bei dieser Frau (und auch ihrer Familie übrigens) auf so viele Arten mehr daheim, als es jemals zuvor der Fall war. 

Was soll ich sagen? Eigentlich entstand dieser Post dank Twitter und ein paar kuzen Worten zum Thema „Zuhause“ und was ist daraus geworden? 

Wie immer bei diesem Thema kommen zu viele Erinnerungen hoch aus der Kindheit. 

Egal, ich bin zuhause. Bei Frau und Kind.

Danke, Opa.

Diese Tage…

Kein Mensch braucht sie. Kein Mensch will sie.Nur leider passieren sie. Überrumpeln Dich. Mit einer Dampfwalze.
Leise flüstert eine Stimme in Dein Ohr, dass auch so ein Tag zu Ende geht, aber Du hörst es kaum, da die Realität mit aller Macht in Dein rechtes Ohr brüllt und Du mit dem linken Ohr die Stimme des Kollegen hörst, der die nächsten Essen annonciert, die zu kochen sind,
Der Bondrucker spuckt die nächsten Tische aus, der Grill ist voll, der Herd ist voll. Lärm, Stress, zu viele Stimmen.
Du bist in Deiner eigenen Welt, funktionierst blind. Bis Du an den heissen Pfannengriff fasst und „Scheisse“ brüllst. Egal, weiter, der nächste Tisch ist abgerufen.
Der Kopf will nicht mehr, Herzschlag 180.

Feierabend.

Nur dumm, dass Kopf und Körper das noch lange nicht realisieren. Im Kopf immer noch zu viele Stimmen, der Körper auch immer noch im Speed-Modus.

Alltag.

Es ist komisch

Es ist komisch

 

Freitag Morgen, 2 Uhr 30,

Irgendwie ist die Lust, etwas zu schreiben in der Nacht am größten

Doof nur, dass Kopf und Körper dann eigentlich gar nicht wollen. Spätschicht. Der Arbeitstag war mal wieder hart, zuviel Stress, zuviel Diskussionen wegen anstehender Wechsel in Team und Chefetage. Das RL kommt dem Kopf, der doch eigentlich mal abschalten möchte, auch immer wieder in die Quere.

Füsse hochlegen, in Ruhe den Feedreader leer lesen, der Fernseher im Hintergrund. Eine Zigarette, evtl. ein Bier oder ein Glas Wein, so ganz in Ruhe. Die Liebste schläft, das Kind ist bei der Oma.

Eigentlich wäre jetzt Zeit, Gedanken zu Papier zu bringen. Oh, Moment, Papier?

Wie sagt man denn dazu, wenn man vor dem Rechner sitzt?

Gibt es da eigentlich ein Wort dafür, eine Redewendung? Egal, kann man ja morgen mal googlen.

Morgen. Ach so, da wollten die Katzenklos und der Staubsauger auch zu ihrem Recht kommen. Und dann waren da ja noch die Artikel im Feedreader, die man gespeichert hatte, weil der Kopf ja sagte, das wäre ihm zuviel für diese Nacht. Zu kompliziert für diese Uhrzeit. Die Rechtschreibung ist um halb 3 in der Nacht auch nicht mehr die Beste. Egal, die Autokorrektur wird es schon richten, zumindest das Gröbste. Der Rest? Wird schon stimmen.

Vielleicht einfach mal drauf los tippen. Ach Nee, da kommt ja eh nur Mist bei raus. Lieber erst mal auf Twitter schauen. Nachttimeline. Schön.

Doof nur, dass der Arbeitstag nicht viel hergibt, über das man schreiben könnte, obwohl ja viel passiert ist, aber es würde einen Roman brauchen, um wenigstens einen Teil zu erklären.

Doof nur, dass die Arbeitszeiten oft einen wirklichen Familienalltag verhindern. Also auch keine lustigen Geschichten dazu.

Über was schreibt man also so in der Nacht? Also nochmal Twitter.

 

 

Na Ja, singen kann ich eh nicht und nebenan schläft die Liebste. Wäre also auch keine Gute Idee. Schmutzige Lieder führen zu schmutzigen Gedanken.

Doof nur, dass Sie schläft.

Doof nur, dass wir eh zu wenig Zeit für uns haben. Also schnell weg mit diesen Gedanken.

Doof nur, dass der Kopf da nicht mitspielt und plötzlich 7 von 10 Stimmen in meinem Kopf plötzlich statt der Tetris-Melodie doch schmutzige Lieder singen.

Sätze schreiben, Sätze löschen. Um die Uhrzeit darf man das.

Ich mag die Nacht, die Stille, den leisen Atem der Liebsten. Die Katze auf dem Schoß schnurrt, der Hund schnarcht leise. Der Kater? Wahrscheinlich auch im Bett.

Es ist ruhig, es ist friedlich.

Es ist schön, hier zu sein.

 

Zum Mäuse melken…

…ist das doch.
Also das mit der Familie. Nicht der eigenen. Das ist eine andere Geschichte. Nein, es geht einfach um einen Teil dessen, was ich hier Familie nenne. Keinen direkten Teil. Eigentlich betrifft mich dieser Teil nur bedingt, aber gerade im Moment habe ich, zumindest indirekt, jeden Tag damit zu tun.

Und daraus resultierend auch mit Intoleranz, Ignoranz, Dummheit. Jahrelang verborgenen Gefühlen. Gesprächen, die nie stattfanden. Stummen Vorwürfen.

Der Auslöser?

Ein Hund. Zugegeben, ich liebe diesen Hund, aber er ist nunmal der Auslöser für diesen Mist, dieses Konglomerat aus allem, was eine Familie nicht sein sollte, wie sie nicht sein sollte. 

Ich verstehe das alles nicht. 

In meiner Familie gab es auch viel Scheisse, aber irgendwie ist es mir lieber, dass ich seit Jahren keinen Kontakt mehr habe, als das, was ich hier beobachte. Das hat für mich mit Familie nichts mehr zu tun. Emotional vegetiert man nebeneinander her. Kommunikation findet in 3-Wort-Fragen und 2-Wort-Antworten statt. Oder im Moment auch über WhatsApp. Dort kann man dem Anderen Vorwürfe machen, muss aber nicht in seine Augen sehen. Muss dem Blick nicht standhalten. 

Nicht dass da von der Gegenseite besonders viel kommen würde, man ist ja schliesslich in dieser Familie aufgewachsen, aber zundest versteht man, dass dies nicht der richtige Weg ist.

Es braucht Gespräche um die momentane Situation oder zumindest das Problem zu lösen, aber da beginnt das Problem ja schon. Gespräche. Man bittet uns um Hilfe, um Beistand bei diesen Gesprächen. Immerhin sind wir in Bezug auf den Hund betroffen, da er im Moment bei uns zur Pflege ist. Dem Halter ist vor Kurzem das Haus, in dem er und ein Teil dieser Familie wohnt, ausgebrannt. Eine der Fragen ist, ob der Hund eventuell dauerhaft oder zumindest zeitweise bei uns bleibt.

Mancher wird jetzt durch Twitter wissen, um was es geht.

Nun Ja, wir sind nicht erwünscht bei diesen Gesprächen. Die Familie ist der Meinung, wir wären nicht betroffen.

So, nicht betroffen? OK. Fuck You, doch das sind wir. Auf mehr als einer Ebene. Sogar das Kind bekommt mit, dass da was nicht stimmt.

Oder hat man Angst, dass endlich klare Worte fallen, das Dinge angesprochen werden, ausgegraben werden. Dinge aus dem familiären Hades, die besser dort bleiben sollten. Angst, dass mal jemand auf den Tisch haut und die Wahrheit sagt. 

Dass man die eigenen Monster aus dem Käfig lässt?

Egal wie es weitergeht, es wird hässlich werden. Sehr hässlich vielleicht.

Was uns bleibt, ist dem Kind beizubringen, dass es auch anders geht. Dass man Familie auch anders leben kann.

Mit Wärme. Mit Herz. Mit Liebe. Gemeinsam. Miteinander reden, lachen und auch weinen.

 

Woody

 

 

Gestatten, Baron Münchhausen, Chef

Ich bin Koch und ich bin es gerne. Punkt.
Man fragt sich aber manchmal schon, warum man sich das antut.
Warum man den Stress, die Arbeitszeiten, die nicht gerade tolle Bezahlung in Kauf nimmt.

Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, etc.? Fehlanzeige in den meisten Fällen.

Klar, es gibt auch als Koch oder im Service Jobs, in denen es das alles gibt, aber das sind meistens Stellen in Kantinen oder großen Hotelketten.
Ist für manche sicher das Richtige, aber nicht für mich.
Trotzdem liebe ich meinen Job. Ich arbeite in einem guten Team, das auch gerade in der letzten Zeit immer mehr zusammenwächst. Wir sind engagiert, arbeiten gerne zusammen, kommunizieren miteinander.

Was ich aber auf den Tod nicht ausstehen kann, ist wenn man mich verarschen möchte.

Vor allem, wenn es ums Geld geht. Da hört der Spaß auf. Weder kann, noch will ich es mir gefallen lassen, angelogen zu werden.
Ich gestehe es jedem zu, dass es mal ein Problem mit einer Überweisung geben kann, aber über Monate ein komplettes Küchenteam immer wieder tage- oder in manchen Fällen wochenlang, auf sein Geld warten zu lassen, das geht nicht.
Wir haben Singles, Pärchen und Familien im Team und alle sind auf pünktliche Gehaltszahlungen angewiesen.
Warum also lügt man uns an? Behauptet, das Geld wäre längst überwiesen?
Ich bin bei der gleichen Bank, eine Überweisung dauert in dem Fall, und das hat mir die Bank auf Nachfrage auch bestätigt, keine 5 Minuten.
Ich warte seit 5 Tagen. Leider bin ich gerade krank geschrieben und sitze zuhause.
Es wurde mir mehrmals gesagt, das Geld wäre überwiesen.

Tja, leider ist da nichts.

Bedeuten unseren Chefs Ihre Mitarbeiter so wenig, dass man meint, sie einfach vertrösten zu können, anlügen zu können?

Anscheinend Ja, denn sonst würde es nicht immer wieder passieren.

Und jetzt sitze ich also hier, telefoniere mit Kollegen, schreibe SMS.
Unser Küchenchef hört in knapp 2 Wochen auf, ihm ist inzwischen eh ziemlich egal, was passiert. Sein Nachfolger ist wahrscheinlich auch betroffen, ich habe allerdings im Moment keine Ahnung, was er unternimmt, bzw. ob er sich traut, wirklich den Mund aufzumachen und auf den Tisch zu hauen.
Gegenüber wohnt ein Rechtsanwalt, den wir kennen. Hoffen wir mal, es muss nicht soweit kommen.

Münchhausen

Ende Neu

Irgendwie komme ich mir vor wie in dem Song der Eistürzenden Neubauten.Vorbei die Kindergartentage, das Kind ist in der Schule und Sie liebt es.
Klar, kleine Anfangsschwierigkeiten, aber eigentlich läuft es toll.
Ich kann es aber immer noch nicht fassen, dass es wirklich so ist. Dass Sie schon so groß ist.
Ich kenne sie jetzt seit 3 Jahren. Damals haben sich die Liebste und ich nach 17 Jahren wieder getroffen.
Sind es wirklich nur 3 Jahre? Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit.
Ich mag zwar „nur“ der Bonuspapa sein, aber trotzdem bin ich stolz wie Bolle, dass wir es geschafft haben, das Kind in die Schule zu bringen.
Und da ist noch so viel, das auf uns zukommt.
Es wird hart werden manchmal, lustig, chaotisch, laut und leise.
Ich freue mich darauf.