"Enter" drücken, um zum Inhalt weiterzugehen

Kategorie: Uncategorized

Unverfroren

Zwei Restaurants. Gegenüber. Man kennt sich.  

Was denkt sich jemand, der im einen Restaurant während der Arbeit beim klauen erwischt wird und des Ladens verwiesen wird und dann direkt in den Laden gegenüber geht und nach einem Job fragt? 

Zwischen erwischt werden und der Frage lagen keine 2 Minuten.  

Der „alte“ Chef kam zu uns auf die andere Straßenseite, um uns zu sagen, dass die werte Dame gerade bei ihm geflogen war.

Wie schmerzbefreit muss man sein, um so etwas zu bringen? 

Die Nacht

Vielleicht schaffe ich es irgendwann ja auch tagsüber zu schreiben.
Irgendwann.

Irgendwie.

Oder so.

 

Bäng Bumm Peng

Bitte fragen Sie nicht. Also nach dem Titel dieses Beitrags.  

Er ist entstanden durch eine wirre Aneinanderreihung von noch wirreren Gedanken und ich habe keine Ahnung, was es bedeutet. Ehrlich.

Was ich aber weiss, ist dass die Worte durch meinen Kopf schossen und keine 2 Sekunden später der Editor offen und bereit zur Texteingabe war.

Und jetzt?

Wie gesagt… Keine Ahnung.

Ich war doch nur auf Twitter, habe lächelnd meine Timeline gelesen und da waren sie, diese Worte. Muss ich mir jetzt Gedanken machen? Über meinen Geisteszustand? Geisteszustand im Zusammenhang mit Twitter zu erwähnen, vor allem nachts ist ja eigentlich auch so etwas paradoxes. Nachttimeline und so. Sie kennen das.

Und jetzt?

Ist es mitten in der Nacht, die Liebste schläft, das Kind schläft, der Hund schläft, die beiden Katzen schlafen. Ich nicht. Wie so oft.Im Hintergrund dudelt der Fernseher und ich muss mich erst mal umdrehen, um zu sehen, was eigentlich gerade gesendet wird.

Den Editor im Full Screen Modus, den zweiten Monitor aus. Nur Text. Ein leeres Blatt. Ohne Icons. Ohne Alles. Der Kopf leert sich beim Schreiben.

Natürlich ergibt das hier irgendwie gar keinen Sinn, aber es beruhigt, denn die Arbeitstage sind gerade anstrengend. Nicht dass wir zur Zeit allzuviel Stress hätten, der Januar ist in der Gastronomie nicht gerade das, was man als Hochkonjunktur bezeichnet. Es gab allerdings personelle Änderungen in der „Führungsebene“ und daraus ergeben sich Probleme.

Es ist kompliziert und ich kann nicht sagen, wo es hinführt, aber das Team ist nicht mehr so homogen wie vor dem Wechsel. Ich beobachte und ich kommentier auch, aber meistens beobachte ich zur Zeit nur und was ich sehe, das belastet mich. Ich sehe das Team unter Umständen zerfallen, sich zerstreiten, sich auseinander leben.

Und das gefällt mir nicht.

Wie gesagt, noch beobachte ich, aber in naher Zukunft she ich einen Punkt kommen, an dem ich platze.

Und so ergibt sich ganz unbewusst ein Bogen zum Titel dieses Beitrags.

Hoffen wir mal, dass es nicht nötig wird, denn es wird nicht enden wie bei T.S. Eliot.

   
Quotation-T-S-Eliot-world-Meetville-Quotes-88721.jpg
Quotation-T-S-Eliot-world-Meetville-Quotes-88721.jpg

Geburtstag

Geburtstage…

Ja, hab ich auch. Heute zum Beispiel. 

Na und?

Ein Jahr älter. OK. Kann passieren. Ist ja nicht so, dass ich das nicht kenne. Mit 32, Ja, da gab es einen Einschnitt. Da hab ich das erste Mal gemerkt, dass man nach, sagen wir mal „Lustigen Nächten“ länger braucht, um am nächsten Tag aus dem Bett zu kommen. Oder genauer gesagt, man plötzlich feststellt, dass man am nächsten Tag nicht einfach nach 4 Stunden Schlaf putzmunter aufsteht, sondern die Rekonvaleszenz sich eher auf 2 Tage, denn 2 Stunden beläuft.

Das war vor 15 Jahren und glaubt mir…

Es wird nicht einfacher. Was also tun? Ganz einfach. Ich kann nichts dagegen tun, genauso wenig wie gegen Haarausfall, Bartwuchs, schlechte Träume oder das Wetter, also akzeptiere ich es einfach.

Ja, man wird älter, man wird in vielen Dingen auch ruhiger, aber es gab da mal einen Tweet, den ich leider nicht mehr finde. Sinngemäß stand da, dass solange man mit 50 noch 10 Minuten im Moshpit durchhält eigentlich alles OK ist.

Fuck You, ich will mehr als diese 10 Minuten, ich will das ganze Konzert.

OK, meine Wirbelsäule wird mich am nächsten Tag umbringen, mein Kopf wird… Ach, fragt besser nicht. Die Hauptsache ist, dass das Konzert geil war. Pogo mit 47? Wenn ich Lust habe, dann Ja. Wenn nicht, dann eben nicht. 

Wir leben in einer Zeit, einer  Gesellschaft, in der 47 kein Alter ist. Wenn ich mir überlege, was meine Großeltern und auch meine Eltern mit 47 so an Interessen hatten, was sie aufgegeben hatten, dann denke ich mir, dass ich in einer sehr geilen Zeit lebe.

Ich habe heute Möglichkeiten, die es zu Zeiten meiner Eltern nicht gab. Das Netz hilft mir dabei, jung zu bleiben. Egal, wie alt ich bin. Es bringt mich mit Menschen zusammen, die unter Umständen Jahrzehnte jünger sind, als ich, von denen ich aber lerne. So viel lerne. Gleichzeitig sehe ich andere Menschen, die älter sind als ich und die so jung geblieben sind, das ich staune.

Ist das vielleicht das Problem? Das „Jung bleiben“? Was bedeutet das eigentlich?

Ich weiss auf jeden Fall, was es heute für mich bedeutet. 

Es bedeutet, dass ich mich heute, an meinem Geburtstag, eigentlich gar nicht so viel älter fühle, wie damals vor 15 Jahren, obwohl in dieser Zeit so viel passiert ist. 

Es bedeutet, dass die Musik, die ich höre, sich nicht angepasst hat, nur weil ich ein paar Jahre älter bin.

Es bedeutet, dass ich immer noch…

Ach egal, ich bin seit heute 47, lebe mir der Frau, die ich liebe, lebe mit Ihrem Kind, dass ich genauso liebe, lebe mit 2 Katzen und seit Neuestem mit einem Hund.

Und wisst Ihr…

Das macht mich glücklich. 

Und egal, wie alt man ist, Glück ist etwas, dass man nie genug haben kann. 

So schreibt man sich also nicht mehr ganz nüchtern in seinen Geburtstag, blickt zur schlafenden Liebsten und ist glücklich. 

Danke.

Herzheimat

Daheim. Zuhause. 

Ich hatte so einige und doch irgendwie keines.

Zuhause bedeutet ja auch irgendwie Familie und naürlich hatte und habe ich Familie. Ich habe nur keinen Kontakt meht zu dieser Familie.

Warum? Eine lange Geschichte…

Zu lange und zu kompliziert, um sie hier und jetzt zu erzählen.

Als Kind war es einfach. Daheim war da, wo man wohnt, wo man sich zuhause fühlt. Leider begannen da schon die Probleme. Ich weiss gar nicht mehr, ob ich mich dort wirklich zuhause gefühlt habe.

Aufgewachsen bin ich, bis ich 14 war, bei meiner Großtante und bei meinen Großeltern. Ja, ich habe mich geborgen gefühlt, habe viel Liebe erfahren, aber leider hat die Familiengeschichte diesem Geborgenheitsgefühl immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Es wurde immer wieder gegen Teile der Familie, oft genug auch meine Eltern gehetzt von Seiten meiner Großeltern. Meinen Vater habe ich nie kennen gelernt, habe nur ein paar Mal mit ihm telefoniert, als ich schon über 30 war.

Es war eine Scheissstimmung.

Trotzdem war es ein Zuhause. Ein gutes. Zumindest in vielen Dingen. Es hat mich auch viel gelehrt.

Toleranz vor allem. Mein Großvater war, wie ich heute weiss, eher dem rechten Spektrum der CDU zuzuordnen. Heute würde er wahrscheinlich AfD wählen. Damals waren Salafisten oder Islamisten kein Thema, aber ich kann mich gut erinnern, wie er alles, das politisch nicht nach seiner Nase lief, auf irgendeine Art „den Juden“ vorwarf.

Ich fand das als Kind schon faszinierend, komisch, unglaubwürdig, was er da so von sich gab.

Und ganz still und heimlich hat er mich auf diese Weise zu einem toleranten Menschen gemacht, der mir dieser Art von politischem Extremismus nichts anfangen konnte.

Er hat mich, ohne es zu wollen, von Kind auf darauf vorbereitet, einmal im eher linken Lager zu landen.

Egal, ob es um Politik oder die Familie ging, gerade seine Meinungen zu diesen Dingen haben mich geprägt. 

Nur nicht so, wie er es gerne gehabt hätte.

Ich muss diesem Mann wirklich dankbar sein.

Er gab mir ein zuhause und eine Meinung.

„Home is where your heart is“

Zeitsprung…

Im Heute.

Heute bin da zuhause, wo auch mein Herz ist. Bei einer Frau, die ich jetzt 23 Jahre kenne. die ich zwar zwischendurch 17 Jahre nicht gesehen habe, die aber nie aus meinem Herz verschwunden war. Bei ihrem Kind, das zwar vielleicht nicht mein leibliches Kind ist, für das ich aber so empfinde.

Ja, es fehlt sicher viel in diesem Text über Familie, aber wie gesagt, die ganze Geschichte würde den Rahmen sprengen.

Klar ist auf jeden Fall, dass ich ohne meinen Großvater und seine kruden, von der BILD geprägten Meinungen vielleicht nie in die linken Jugendkulturen der 80er gerutscht wäre, ich nie am Bismarckplatz in Heidelberg 1991 durch die Punks diese eine Frau kennen gelernt hätte.

Mein Herz ist heute da, wo es sein möchte, wo es sich wohlfühlt, wo es sich geborgen und geliebt fühlt. Man liebt sich und man streitet sich auch. Aufs heftigste. Trotzallem fühlt sich mein Herz heute bei dieser Frau (und auch ihrer Familie übrigens) auf so viele Arten mehr daheim, als es jemals zuvor der Fall war. 

Was soll ich sagen? Eigentlich entstand dieser Post dank Twitter und ein paar kuzen Worten zum Thema „Zuhause“ und was ist daraus geworden? 

Wie immer bei diesem Thema kommen zu viele Erinnerungen hoch aus der Kindheit. 

Egal, ich bin zuhause. Bei Frau und Kind.

Danke, Opa.

Diese Tage…

Kein Mensch braucht sie. Kein Mensch will sie.Nur leider passieren sie. Überrumpeln Dich. Mit einer Dampfwalze.
Leise flüstert eine Stimme in Dein Ohr, dass auch so ein Tag zu Ende geht, aber Du hörst es kaum, da die Realität mit aller Macht in Dein rechtes Ohr brüllt und Du mit dem linken Ohr die Stimme des Kollegen hörst, der die nächsten Essen annonciert, die zu kochen sind,
Der Bondrucker spuckt die nächsten Tische aus, der Grill ist voll, der Herd ist voll. Lärm, Stress, zu viele Stimmen.
Du bist in Deiner eigenen Welt, funktionierst blind. Bis Du an den heissen Pfannengriff fasst und „Scheisse“ brüllst. Egal, weiter, der nächste Tisch ist abgerufen.
Der Kopf will nicht mehr, Herzschlag 180.

Feierabend.

Nur dumm, dass Kopf und Körper das noch lange nicht realisieren. Im Kopf immer noch zu viele Stimmen, der Körper auch immer noch im Speed-Modus.

Alltag.

Bis morgen…

Wie meistert man den Alltag als berufstätiges Pärchen mit Kind?Wie schafft man es, dem Kind genug Aufmerksamkeit zukommen zu lassen?
Wie findet man genug Zeit füreinander, wenn die Arbeitszeiten so unterschiedlich sind.
Kann man überhaupt einen geregelten Alltag haben?
Leben zwischen Tür und Angel. Das Auto als Verlängerung der gemeinsamen Zeit.
Einschlafen, Morgens, abends, im Sitzen, im Liegen.
Twitter und das iPhone als Kommunikationsmittel. Die Probleme mit dem falsch verstandenen Tonfall (trotz Smiley).
Nein, ich mach das schon vs. Das musst Du nicht machen.
Bis morgen vs. Bis später.
Neue Anforderungen und Herausforderungen (Kind).
Manchmal fliegen die Tage nur so.
Das liebe Geld.
Dienstpläne.
Chefs.
Kochen, Essen und die Gemütlichkeit. Das Genießen der gemeinsamen Zeit.
Familie.
Wann?