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Kategorie: Arbeit

Unverfroren

Zwei Restaurants. Gegenüber. Man kennt sich.  

Was denkt sich jemand, der im einen Restaurant während der Arbeit beim klauen erwischt wird und des Ladens verwiesen wird und dann direkt in den Laden gegenüber geht und nach einem Job fragt? 

Zwischen erwischt werden und der Frage lagen keine 2 Minuten.  

Der „alte“ Chef kam zu uns auf die andere Straßenseite, um uns zu sagen, dass die werte Dame gerade bei ihm geflogen war.

Wie schmerzbefreit muss man sein, um so etwas zu bringen? 

Umgangsformen

Es ist schon komisch mit den Menschen.
Vor einiger Zeit habe ich in einem Gespräch nach Feierabend an meinem letzten Tag vor dem Urlaub mit meinem Küchenchef und seinem Stellvertreter dem Küchenchef einige Dinge gesagt, die ihm nicht passten. Ich habe ihn, bzw. beide kritisiert. Ihr Vorgehen, Arbeitsweisen und Personalplanung in Frage gestellt. Klar gesagt, er habe von Personal- und Teamführung keine Ahnung.
Warum?
Weil ich dieser Meinung war und bin und es Zeit war, dass jemand den Mund aufmacht.
Seine Konsequenz: Eine Kündigungsankündigung per WhatsApp ein paar Tage später und ein Brief im Briefkasten noch während meiner Woche Urlaub.
Per WhatsApp. Ohne weiteres persönliches Gespräch, ohne Abmahnung, ohne Begründung.
Kann man machen, ist aber…Nun Ja, Sie wissen, was ich meine.
Kündigungsschutzklage. Weiterführung des Arbeitsverhältnisses. Kollegen, die nicht verstehen, was eigentlich los war. Die mir zustimmen. Die Gründe nicht verstehen.
Also weiterarbeiten. Kein Wort von einem der Chefs. Ich arbeite einfach wieder. Als ob nichts gewesen wäre. Nur die Kollegen erkundigen sich.
Nach einer Woche werde ich krank. Der Rücken mal wieder. Nichts Neues. Einmal Bandscheiben, immer Bandscheiben sozusagen. Eine Woche krank daheim, dann weiterarbeiten. Es wird schon gehen.
Tja, der Teufel ist ein Eichhörnchen…
Eine Woche später Schmerzen im Fuß. Nicht auftreten können. Die Frühschicht noch weitermachen bis die nächsten zur Spätschicht kommen,damit der Kollege nicht alleine die Frühschicht fertig machen muss. Schmerzen.
Diagnose am nächsten Tag: Sehnenscheidenentzündung im Fußballen. Am großen Zeh. WTF?

Ich wusste nicht mal, das man so etwas haben kann. Ändern kann ich es aber auch nicht.

Nach dem Arztbesuch der Anruf bei der Arbeit und die Krankmeldung.
Der nächste Tag.
Eine Nachricht auf dem Telefon.
Ja, wieder WhatsApp.
Ich lese die Nachricht zweimal. Dreimal. Mache als erstes einen Screenshot. Rufe die Liebste bei der Arbeit an und schicke ihr dann den Screenshot. Sie ist sprachlos. Ihr Chef übrigens auch.
Warum?
Weil die Nachricht nur aus persönlichen Beleidigungen und Drohungen besteht. Es ist von „Pussy“ und „Kollegenschwein“ die Rede.
Ich verstehe nicht, wie man sich als Vorgesetzter so gehen lassen kann. Ja, es ist Urlaubszeit und ich bin nicht der Einzige, der krank ist, aber darf man als Führungskraft so mit seinen Mitarbeitern umgehen? Ich denke nicht. Ich denke auch nicht, dass andere kranke Kollegen solche Nachrichten bekommen haben. Ich aber habe kritisiert, meine Meinung gesagt. Die Teamführung angeprangert, die Führunsqualitäten in Frage gestellt.

Anscheinend zu Recht.
Und ich werde es wieder tun.

Montage

Erkältung.
Schlecht geschlafen.

Hunderunde im Schneeregen.

Kind mit Bauchschmerzen.

Besuch beim Kinderarzt.

Volle Wartezimmer.

Verdacht auf Scharlach.

Zickende Rezeptdrucker.

Kaffeemangel.

Eigener Arzttermin.

Überweisung zum Lungenfacharzt.

Zickende Chefs.

Nicht krank melden.

Anschiss vom Arzt.

Medikamente nicht vorrätig.

Bestellen.

Heim kommen.

Hund frisst Schokolade samt Verpackung.

 

Montagspoesie.

 

Eigentlich…

Eigentlich habe ich gerade gar nichts zu sagen, da mein Kopf viel zu müde ist. Der Körper sowieso.Die Gedanken kreisen durch den Raum, der sich mein Kopf nennt und finden keinen gemeinsamen Nenner.
Die Twitter Timeline scrollt weiter und weiter. Für die noch nicht gesehen Artikel im Feedreader bin ich zu müde.
Es ist 4 Uhr 08. Um 9 Uhr Irgendwas klingelt der Wecker für einen Arbeitstag, der wahrscheinlich 14 Stunden haben wird und der hart werden wird.
Warum bin ich noch nicht im Bett?
Weil der Kopf noch viel zu wach ist. Wach, wirr, wo auch immer. Irgendwo.
Der heutige Arbeitstag war auch hart, in vielerlei Weise. Es ist gerade aber einfach auch zuviel, um es zu beschreiben. Jeden Tag nehme ich vor, etwas darüber zu schreiben, aber es geht einfach nicht, ich schaffe es nicht.
Zu platt, zu kaputt. der Kopf will einfach nicht mehr, die Finger sind zu müde.
Ich bin müde. Sehr müde.
Das Team verändert sich und das nicht zum Besseren. Differenzen, Dummheiten, Diskussionen. Alles zuviel, als das es mein Kopf nach Feierabend noch vernünftig „zu Papier“ bringen könnte.

Der Kopf, der gefühlt gerade sicher 10 Blogposts zum Thema „Arbeit“ schreiben könnte, verweigert immer genau dann die Arbeit, wenn man Ihn braucht. Wenn man Zeit hat.

Wäre es nicht viel schöner, von den schönen Aspekten seiner Arbeit zu schreiben? Von positivem Feedback der Gäste? Ja, wäre es, aber die Umstände lassen das im Moment nicht zu. Die negativen Aspekte überlagern im Moment alles. Alles. Auch das Leben an sich. Das Privatleben.

Ich bin müde.

Gestatten, Baron Münchhausen, Chef

Ich bin Koch und ich bin es gerne. Punkt.
Man fragt sich aber manchmal schon, warum man sich das antut.
Warum man den Stress, die Arbeitszeiten, die nicht gerade tolle Bezahlung in Kauf nimmt.

Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, etc.? Fehlanzeige in den meisten Fällen.

Klar, es gibt auch als Koch oder im Service Jobs, in denen es das alles gibt, aber das sind meistens Stellen in Kantinen oder großen Hotelketten.
Ist für manche sicher das Richtige, aber nicht für mich.
Trotzdem liebe ich meinen Job. Ich arbeite in einem guten Team, das auch gerade in der letzten Zeit immer mehr zusammenwächst. Wir sind engagiert, arbeiten gerne zusammen, kommunizieren miteinander.

Was ich aber auf den Tod nicht ausstehen kann, ist wenn man mich verarschen möchte.

Vor allem, wenn es ums Geld geht. Da hört der Spaß auf. Weder kann, noch will ich es mir gefallen lassen, angelogen zu werden.
Ich gestehe es jedem zu, dass es mal ein Problem mit einer Überweisung geben kann, aber über Monate ein komplettes Küchenteam immer wieder tage- oder in manchen Fällen wochenlang, auf sein Geld warten zu lassen, das geht nicht.
Wir haben Singles, Pärchen und Familien im Team und alle sind auf pünktliche Gehaltszahlungen angewiesen.
Warum also lügt man uns an? Behauptet, das Geld wäre längst überwiesen?
Ich bin bei der gleichen Bank, eine Überweisung dauert in dem Fall, und das hat mir die Bank auf Nachfrage auch bestätigt, keine 5 Minuten.
Ich warte seit 5 Tagen. Leider bin ich gerade krank geschrieben und sitze zuhause.
Es wurde mir mehrmals gesagt, das Geld wäre überwiesen.

Tja, leider ist da nichts.

Bedeuten unseren Chefs Ihre Mitarbeiter so wenig, dass man meint, sie einfach vertrösten zu können, anlügen zu können?

Anscheinend Ja, denn sonst würde es nicht immer wieder passieren.

Und jetzt sitze ich also hier, telefoniere mit Kollegen, schreibe SMS.
Unser Küchenchef hört in knapp 2 Wochen auf, ihm ist inzwischen eh ziemlich egal, was passiert. Sein Nachfolger ist wahrscheinlich auch betroffen, ich habe allerdings im Moment keine Ahnung, was er unternimmt, bzw. ob er sich traut, wirklich den Mund aufzumachen und auf den Tisch zu hauen.
Gegenüber wohnt ein Rechtsanwalt, den wir kennen. Hoffen wir mal, es muss nicht soweit kommen.

Münchhausen