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Kategorie: Alltag

Bäng Bumm Peng

Bitte fragen Sie nicht. Also nach dem Titel dieses Beitrags.  

Er ist entstanden durch eine wirre Aneinanderreihung von noch wirreren Gedanken und ich habe keine Ahnung, was es bedeutet. Ehrlich.

Was ich aber weiss, ist dass die Worte durch meinen Kopf schossen und keine 2 Sekunden später der Editor offen und bereit zur Texteingabe war.

Und jetzt?

Wie gesagt… Keine Ahnung.

Ich war doch nur auf Twitter, habe lächelnd meine Timeline gelesen und da waren sie, diese Worte. Muss ich mir jetzt Gedanken machen? Über meinen Geisteszustand? Geisteszustand im Zusammenhang mit Twitter zu erwähnen, vor allem nachts ist ja eigentlich auch so etwas paradoxes. Nachttimeline und so. Sie kennen das.

Und jetzt?

Ist es mitten in der Nacht, die Liebste schläft, das Kind schläft, der Hund schläft, die beiden Katzen schlafen. Ich nicht. Wie so oft.Im Hintergrund dudelt der Fernseher und ich muss mich erst mal umdrehen, um zu sehen, was eigentlich gerade gesendet wird.

Den Editor im Full Screen Modus, den zweiten Monitor aus. Nur Text. Ein leeres Blatt. Ohne Icons. Ohne Alles. Der Kopf leert sich beim Schreiben.

Natürlich ergibt das hier irgendwie gar keinen Sinn, aber es beruhigt, denn die Arbeitstage sind gerade anstrengend. Nicht dass wir zur Zeit allzuviel Stress hätten, der Januar ist in der Gastronomie nicht gerade das, was man als Hochkonjunktur bezeichnet. Es gab allerdings personelle Änderungen in der „Führungsebene“ und daraus ergeben sich Probleme.

Es ist kompliziert und ich kann nicht sagen, wo es hinführt, aber das Team ist nicht mehr so homogen wie vor dem Wechsel. Ich beobachte und ich kommentier auch, aber meistens beobachte ich zur Zeit nur und was ich sehe, das belastet mich. Ich sehe das Team unter Umständen zerfallen, sich zerstreiten, sich auseinander leben.

Und das gefällt mir nicht.

Wie gesagt, noch beobachte ich, aber in naher Zukunft she ich einen Punkt kommen, an dem ich platze.

Und so ergibt sich ganz unbewusst ein Bogen zum Titel dieses Beitrags.

Hoffen wir mal, dass es nicht nötig wird, denn es wird nicht enden wie bei T.S. Eliot.

   
Quotation-T-S-Eliot-world-Meetville-Quotes-88721.jpg
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Entmaterialisierung.

35 Minuten Busfahrt. Jeden Tag. Zweimal.
Und immer die Kopfhörer im Ohr. Die Welt vor der Arbeit nochmal ausblenden und abends nach Feierabend die Arbeit ausblenden und die Welt zur Ruhe kommen lassen.
Klingt nach einem Plan, klappt aber leider oft nicht.
Der Kopf ist zu voll, die Gedanken rasen. Es will sich einfach keine Ruhe einstellen.

Trotzdem fühlt sich der Körper irgendwie anders an, die Welt rückt in den Hintergrund, wirr schweifen die Gedanken umher. Irgendwie wird alles unwirklich. Tritt in den Hintergrund.

Die Musik wird zur Welt, die Stimmen im Podcast lullen Dich ein, sind im Kopf statt nur im Ohr. Die Gesichter der Mitfahrer verschwimmen, werden eins mit den Mustern auf den Sitzen. Vielleicht sind es ja auch die Muster, diese irren, wohl unter Drogen gemalten surrealen Muster. Man muss schon sehr krank sein, um Muster für Bussitze zu machen. Muss den LSD Trip seines Lebens hinter sich haben. Denke ich zumindest, wenn ich diese Ausgeburten eines auf Speed hängengebliebenen Zeichenprogramms sehe.

Und schliesse die Augen, lausche lieber wieder den Stimmen in meinem Kopf oder der Musik.

Entmaterialisiert.

Es ist komisch

Es ist komisch

 

Freitag Morgen, 2 Uhr 30,

Irgendwie ist die Lust, etwas zu schreiben in der Nacht am größten

Doof nur, dass Kopf und Körper dann eigentlich gar nicht wollen. Spätschicht. Der Arbeitstag war mal wieder hart, zuviel Stress, zuviel Diskussionen wegen anstehender Wechsel in Team und Chefetage. Das RL kommt dem Kopf, der doch eigentlich mal abschalten möchte, auch immer wieder in die Quere.

Füsse hochlegen, in Ruhe den Feedreader leer lesen, der Fernseher im Hintergrund. Eine Zigarette, evtl. ein Bier oder ein Glas Wein, so ganz in Ruhe. Die Liebste schläft, das Kind ist bei der Oma.

Eigentlich wäre jetzt Zeit, Gedanken zu Papier zu bringen. Oh, Moment, Papier?

Wie sagt man denn dazu, wenn man vor dem Rechner sitzt?

Gibt es da eigentlich ein Wort dafür, eine Redewendung? Egal, kann man ja morgen mal googlen.

Morgen. Ach so, da wollten die Katzenklos und der Staubsauger auch zu ihrem Recht kommen. Und dann waren da ja noch die Artikel im Feedreader, die man gespeichert hatte, weil der Kopf ja sagte, das wäre ihm zuviel für diese Nacht. Zu kompliziert für diese Uhrzeit. Die Rechtschreibung ist um halb 3 in der Nacht auch nicht mehr die Beste. Egal, die Autokorrektur wird es schon richten, zumindest das Gröbste. Der Rest? Wird schon stimmen.

Vielleicht einfach mal drauf los tippen. Ach Nee, da kommt ja eh nur Mist bei raus. Lieber erst mal auf Twitter schauen. Nachttimeline. Schön.

Doof nur, dass der Arbeitstag nicht viel hergibt, über das man schreiben könnte, obwohl ja viel passiert ist, aber es würde einen Roman brauchen, um wenigstens einen Teil zu erklären.

Doof nur, dass die Arbeitszeiten oft einen wirklichen Familienalltag verhindern. Also auch keine lustigen Geschichten dazu.

Über was schreibt man also so in der Nacht? Also nochmal Twitter.

 

 

Na Ja, singen kann ich eh nicht und nebenan schläft die Liebste. Wäre also auch keine Gute Idee. Schmutzige Lieder führen zu schmutzigen Gedanken.

Doof nur, dass Sie schläft.

Doof nur, dass wir eh zu wenig Zeit für uns haben. Also schnell weg mit diesen Gedanken.

Doof nur, dass der Kopf da nicht mitspielt und plötzlich 7 von 10 Stimmen in meinem Kopf plötzlich statt der Tetris-Melodie doch schmutzige Lieder singen.

Sätze schreiben, Sätze löschen. Um die Uhrzeit darf man das.

Ich mag die Nacht, die Stille, den leisen Atem der Liebsten. Die Katze auf dem Schoß schnurrt, der Hund schnarcht leise. Der Kater? Wahrscheinlich auch im Bett.

Es ist ruhig, es ist friedlich.

Es ist schön, hier zu sein.